AIxIA 2026 - Back to Basics: 250 Teilnehmende diskutieren in Straßburg, wie KI im Mittelstand gelingt
Karlsruhe/Straßburg, 27.10.2026. – Letzte Woche fand im Palais de la Musique et des Congrès am Place de Bordeaux in Straßburg die 7. Deutsch-Französische KI-Konferenz AIxIA statt. Unter dem Motto „Let’s get real about AI” diskutierten über 200 Teilnehmende aus Wirtschaft, Forschung und Politik, wie vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz aus Europa in der Praxis funktioniert. Erstmals war die Konferenz in Straßburg zu Gast, als gemeinsame Veranstaltung der DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH und des französischen Partners Grand Est Développement.
Im Mittelpunkt stand Trusted AI in der Praxis und die Frage, wie KI aussieht, die echte Mehrwerte in Unternehmensprozessen liefert und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet. Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz: wie Deutschland und Frankreich die europäische KI-Zukunft gemeinsam gestalten können, um verlässliche und transparente Systeme made in the EU zu entwickeln. Cybersecurity, kritische Infrastruktur, Geschäftsmodelle im KI-Zeitalter, KI-Agenten in der Praxis, Datenqualität und Best Practices rund um diese Themen gehörten ebenso zum Fokus der Vorträge des Tages.
Wie konkret das aussehen kann, zeigten die Präsentationen der Breakout Sessions. Maximilian von Lonski (VISS GmbH) stellte mit der VISSBOX einen Ansatz gegen KI-gestützte Malware vor, der auf Physik statt Software setzt: Externe Daten erreichen den Rechner nur als Pixel, nie als Datei. Am Klinikum Mittelbaden lassen sich Patientenbilder von USB-Sticks so in Sekunden statt nach bis zu sieben Stunden IT-Prüfung ansehen. Jérémie Guignard (Technology & Strategy) zeigte, wie Embedded AI Intelligenz direkt dorthin bringt, wo Daten entstehen: in die Qualitätskontrolle an der Produktionslinie und in Steuergeräte von Fahrzeugen. Dr. Tolgay Ungan (endiio engineering GmbH) macht mit batterielosen Funk-Vibrationssensoren und KI direkt auf dem Gerät alte Maschinen ohne Cloud intelligent. In der Papierindustrie wurde so ein Lagerschaden vorhergesagt und 10.000 Euro eingespart.
Die deutsch-französische Zusammenarbeit zog sich als roter Faden durch den Tag, und das aus gutem Grund. Keines der beiden Länder kann allein mit den großen KI-Anbietern aus den USA und China mithalten. Gemeinsam bringen sie aber starke Forschung, industrielles Know-how und einen großen Binnenmarkt zusammen. So entsteht KI, die wettbewerbsfähig ist und zugleich europäische Werte wie Transparenz, Datenschutz und Souveränität einlöst. Veranstaltungen wie die AIxIA spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie beide Länder an einen Tisch bringen und konkrete Kooperationen entstehen lassen.
„Die erste AIxIA in Straßburg zeigt: Der Oberrhein ist ein gemeinsamer Innovationsraum und verbindet Deutschland, Frankreich und Europa. Jetzt müssen wir ihn auch bei KI als eine Region denken, nach einem einfachen ABC: Action, Boldness, Cooperation.” – Gennadi Schermann, CEO DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH
Auf der Konferenz hat das DIZ gemeinsam mit der Säule Wissenschaft der Trinationalen Metropolregion Oberrhein eine Umfrage für eine gemeinsame KI-Strategie am Oberrhein gestartet. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz können sich in rund fünf Minuten beteiligen. Die Ergebnisse fließen in die Oberrhein-Strategie 2040 ein.
Mehr Eindrücke, Informationen und Bildmaterial zur AIxIA 2026 finden sich unter aixia.eu.
Über die AIxIA
Die AIxIA ist die Deutsch-Französische KI-Konferenz. Seit 2019 fördert sie die deutsch-französische und europäische Zusammenarbeit in den Bereichen KI-Forschung, Ethik, Regulierung und Innovation. Als Plattform verbindet sie nationale und europäische Akteure, um verantwortungsvolle und nachhaltige KI-Strategien für Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen.
Über EDIH-AICS
EDIH-AICS ist ein europäisches Projekt zur Unterstützung von KMU, Small Mid-Caps und öffentlichen Einrichtungen bei der Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Er bietet einen vernetzten One-Stop-Shop mit Services für vertrauenswürdige, sichere und nachhaltige KI-Technologien. Das Projekt wird durch die Europäische Kommission gefördert und vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg kofinanziert und läuft bis Januar 2029. Getragen wird das Projekt von einem Konsortium aus neun Partnern aus Karlsruhe.